über uns

Christina Moratschke
• geb. 1960 in Remscheid (DE)
• 1979 Abschluss der Schule, danach div. Tätigkeiten im sozialpädagogischen Bereich
• 1983 – 1989 Studium der Philosophie und Pädagogik in Bochum
• ab 1990 seminaristische und publizistische Tätigkeit an verschiedenen Institutionen
• ab 2006 Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Rechenschwäche
• 2008 Beginn der intensiven Auseinandersetzung mit projektiver Geometrie
Nach dem Abitur war ich auf der Suche nach einem Menschenbild, welches mir die Ausübung meines Berufswunsches, eine Tätigkeit im sozialpädagogischen Bereich, überhaupt erst möglich machen sollte. In der Zeit zwischen dem Abschluss der Schule und dem Beginn des Studiums begegnete ich Schriften Rudolf Steiners und so der Anthroposophie. Ich wusste sofort, dass hier der Weg für mich weitergehen würde und begann, in Abänderung meiner ursprünglichen Berufsperspektive, mit dem Studium der Philosophie und Pädagogik. Wegweisend wurde ebenfalls die Begegnung mit Herbert Witzenmann. Nach Abschluss des Studiums erfolgte eine seminaristische Tätigkeit in verschiedenen Ausbildungsstätten, unter anderem am Novalis Hochschulverein und am Herbert Witzenmann Zentrum. Später kam die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Rechenschwäche hinzu. Die projektive Geometrie lernte ich zuerst durch eine Schrift von George Adams und Olive Whicher kennen. Die Nähe, die diese Art der Geometrie zum Lebendigen hat, berührte mich und ich hatte den zunächst vagen Eindruck, dass es möglich sein könnte, hier eine Bewusstseinsgrenze zu überschreiten, der Überwindung sich mir in der übrigen Geometrie und Mathematik, soweit ich sie kannte, nicht ergeben hatte. Die Auseinandersetzung mit der projektiven Geometrie erfolgte weitgehend autodidaktisch, teils in Kursen und schliesslich in einer intensiven Zusammenarbeit mit Roland Neff, die etwa dreieinhalb Jahre, bis zu seinem Tod im Jahr 2014 andauerte. Ich lernte die Gedankenart, die in der projektiven Geometrie entwickelt wird und die die Durchdringung von Unendlichkeit und Endlichkeit mitvollziehen und auch anschaulich machen kann, als eine solche kennen, deren tragende Kraft über den physischen Tod hinausreichen kann und begann, dieser Entdeckung nachzugehen. Die Frage nach der Beschaffenheit eines Gedankenlebens, welches nicht mit dem Tod gänzlich endet, also nicht reine Vorstellung ist, rückte in das Zentrum des Interesses. Dies ist ein charakteristisches Element der Bewusstseinsseele: Sie vermag es, durch Geistberührung eines Unvergänglichen ansichtig zu werden und es in sich zu tragen. Das so Erworbene mag sich nach dem Tod verwandeln, es unterliegt aber nicht, so wie der Leib und die an ihn gebundenen Bewusstseinsformen, der Auflösung. So kristallisierte sich allmählich heraus, dass die mich am meisten bewegende Frage dreifach gegliedert ist: Wie kann man innerhalb der projektiven Geometrie Darstellungsformen finden, die ihren bewusstseinsseelischen Charakter betonen? Wodurch zeichnet sich die Bewusstseinsseele selbst im Unterschied zu anderen, leibgebundenen Formen des Seelenlebens aus? Und schliesslich: Wo findet man in der Literatur und Philosophie der Gegenwart einen Umgang mit dem Problem des Todes, der aus der Geistberührung neue Perspektiven gewinnt? Es liegt in der Natur der Sache, dass auf Fragestellungen dieser Art keine erschöpfenden Antworten möglich sind. Denn wie sollte sich etwas ausschöpfen lassen, dass seine Kontur durch die Befragung des Unendlichen und dessen Verhältnis zum Endlichen gewinnt. Insofern verstehen sich die hier versammelten Beiträge als Beispiele und Anregungen, die um die genannten Themen kreisen.
Theodor Nüesch geb. 1956 in Basel
Mein beruflicher Bildungsweg führte mich zunächst in die technische Welt, in welcher ich mich als Planer mit gebäudetechnischen Installationen beschäftigen durfte. Dabei konnte ich den Übergang von den noch analogen konstruktiven und rechnerischen Anwendungen hin zu den rechnergestützten Bearbeitungen der Projekte mitvollziehen.
In meinen Dreissigern vollzog ich eine berufliche Wende und begann nach einer Seminarzeit eine pädagogische Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen, die ich mehrere Jahre ausübte.
Ich war und bin häufig autodidaktisch unterwegs und bekam durch das Studium geisteswissenschaftlicher Literatur Anregungen, mein eigenes Leben zu studieren, dabei hatte ich immer wieder das Glück in Menschenbegegnungen bedeutende Anregungen und Impulse empfangen zu dürfen.
Bin ich als Mensch in meiner Einzigartigkeit auch wirklich eine eigene Art? Und wie kann ich zu einer Erkenntnis gelangen die mein Wirklichkeitsbedürfnis befriedigt?
Eine Kernfrage des menschlichen Bewusstseins und ein Thema, dem ich mich in diesem Projekt widmen möchte.
Die Natur der Bienenwelt, sowie die Pflanzen unseres Gartens, mögen mich als Imker und Hobbygärtner bei meinen Studien unterstützen.
